Riehener Zeitung
9. November 2007

FEIER Gemeinde Riehen ehrt Ehepaar Beyeler und spendet für Tropenwaldprojekt
Pro Einwohner einen Franken ...zum Artikel

Basler Zeitung
4. August 2005

Portrait des Umweltschützers Douglas Tompkins
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Medienmitteilung
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Artinvestor Febr. 03
Franken für Flora und Fauna
Die Schweizer Stiftung Kunst für den Tropenwald
Kunst ist Kunst und alles andere ist alles andere – diese Zeiten sind vorbei. „Die Natur hat der Kunst sehr viel gegeben. Jetzt endlich muss die Kunst der Natur etwas zurückgeben“, betont Ernst Beyeler. Der Schweizer Galerist und Kunsthändler ist Gründer der „Fondation Beyeler“ in Riehen/Basel. Und er ist der Initiator der Stiftung „Kunst für den Tropenwald“. Diese unterstützt Organisationen, die sich für den Schutz der dortigen Gegenden einsetzen. Allein 2002 wurden 520 000 Schweizer Franken in fünf Projekte für Tropenwaldregionen gesteckt. Kunst-, Natur-, Umwelt- und Finanzexperten engagieren sich gemeinsam mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur für die gute Sache. Mit einem Beitrag von 140 000 Schweizer Franken war das Pantanal-Projekt in Brasilien das bisher größte. Die massive Abholzung und Brandrodung wurde damit eingeschränkt. Mit 120 000 Schweizer Franken konnten „Stop den illegalen Holzschlag im Amazonas“ – zusammen mit Greenpeace – und der Bruno-Manser-Fond in Malaysia ihre Projekte realisieren. Einer der großen Spender ist Ernst Beyeler selbst. Im vergangenen Jahr ließ er Werke aus seiner Sammlung bei Christie’s versteigern. Und vom Erlös jeder Eintrittskarte für die Fondation oder Galerie Beyeler geht ein Schweizer Franken an die Stiftung. Der Museumsshop verkauft ausgewählte Accessoires, deren Erlös dann auch der Stiftung zugute kommt.
Basler Zeitung
23. Januar 2003
Kunst für Tropenwald
mek. «Wir sind zwar weit weg von den Tropen, dafür aber sehr nahe bei der Kunst», so Ernst Beyeler am Dienstagabend in seinem Museum. Kunst und Tropen seien wertvollste Güter und kaum zu bezahlen – «und wie die Kunst bedeutet auch ein gesunder Wald ein wichtiges Gegengewicht zu den prekären Zuständen auf der Welt.» Deshalb sei er auf die Idee gekommen, beides miteinander zu verbinden, und gründete vor gut einem Jahr die Stiftung «Kunst für den Tropenwald», erzählte Beyeler. In Zusammenarbeit mit WWF, Greenpeace und dem Bruno Manser Fonds werden weltweit Projekte unterstützt, die bedrohte Wälder nachhaltig schützen. So konnten letztes Jahr rund 500 000 Franken verteilt werden, die durch Spenden und Kunstschenkungen zusammengekommen waren.

Eines der Projekte betrifft das Pantanal-Gebiet in Bolivien, das grösste Feuchtgebiet der Erde: Auf einer Fläche, die etwa zweimal so gross ist wie die Schweiz, wächst einer der vielfältigsten Trockentropen-Wälder der Welt, befinden sich riesige Gras-Savannen, Flüsse und Seen. «Die landschaftliche Vielfalt im Pantanal bringt eine reiche Fauna und Flora mit sich», erzählte Roger Landivar, Direktor des WWF Bolivien: Noch sind auf einer Hektare Wald durchschnittlich 96 verschiedene Baumarten anzutreffen, in den Gewässern leben noch über 200 Fischarten, 300 Vögel sind im Pantanal vertreten sowie viele, bereits vom Aussterben bedrohte Säugetiere wie Riesengürteltier oder Jaguar. In dem 90 000 Quadratkilometer grossen Gebiet leben etwa 80 000 Menschen, viele von ihnen von Fischfang oder Viehzucht. «Der Eigenbedarf der Bewohner an Fischen, Weide- oder Ackerland bedroht das Pantanal nicht», weiss Landivar. Gefährlich seien Firmen, die sich in der Tourismus-Sportfischerei oder Waldwirtschaft betätigten, Seen überfischten und riesige Waldstücke rodeten. Auch zwei Gas-Pipelines, die in den letzten Jahren durchs Gebiet gebaut wurden, bedrohen den Tropenwald. «Nicht die Leitungen selbst sind das Problem, sondern die Schneisen, die für die Pipelines geschlagen wurden.» Diese ermöglichen Wilderern und Brandrodern einfaches Eindringen ins Dickicht. Geplant ist auch eine Wasserstrasse durch das Pantanal. Auf riesigen Schiffen soll Soja aus dem Zentrum Brasiliens an die Atlantikküste verschifft werden. Dafür will man den Rio Paraguay und den Rio Parana ausbaggern und kanalisieren.
«Der WWF Bolivien arbeitet eng mit den Behörden zusammen und versucht, das Pantanal nachhaltig zu schützen», so Landivar. Weiter wurden bisher, unter anderem aus Geldern der Kunststiftung, zwei Gebiete mit einer Gesamtfläche von 40 000 Quadratkilometern zu Schutzreservaten erklärt. Ein Umweltbildungsprogramm mit über 6000 Schulkindern soll dazu beitragen, dass das Pantanal noch in vielen Jahren für Menschen, Tiere und Pflanzen ein vielfältiger Lebensraum ist.
Kunst Bulletin
1/2 Jan/Feb 03
Halbe Million für Tropenwald
Bereits ein Jahr nach ihrer Gründung durch Ernst Beyeler, dem Basler Museumsmann, kann die Stiftung für den Tropenwald einen beachtlichen Erfolg aufweisen. 520'000 Franken konnte sie aus Eintritten in der Fondation Beyeler (je ein Franken des Eintrittsgeldes geht an die Stiftung) und aus Verkäufen namhafter Werke an internationalen Auktionen gewinnen.

An der ART 33, an der sich die Stiftung mit einem eigenen Stand präsentierte, erhielt sie zudem namhafte Beträge von verschiedenen Galerien, darunter Galerie Thaddaeus Ropac GmbH, Galerie Carzaniga + Ueker AG, Galerie Tschudi, Galerie ART Focus. Das Geld der Stiftung wird an fünf verschiedene Projekte zum Schutz des asiatischen, südamerikanischen und afrikanischen Tropenwalds verteilt. Alle fünf zeichnen sich durch nachhaltigen Schutz von intakten Ökosystemen aus und werden vor Ort von etablierten Umweltschutzorganisationen in Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung betreut. Der WWF beispielsweise treibt im bolivianischen Pantanal die Durchsetzung staatlich anerkannter Schutzgebiete voran. Der Bruno-Manser-Fond hilft den nomadischen Völkern in Sarawak (Malaysia) ihre Gebiete zu kartographisieren und damit vor Gericht für sich zu reklamieren. Im Bénin (Burkina Faso) versucht der Verein <new tree> die Brandrodungen des Tropenwaldes und damit die Abwanderung der Bevölkerung zu stoppen.
Tong Tana, Zeitung des Bruno Manser Fonds, Dezember 2002
Stiftung "KUNST FÜR DEN TROPENWALD" unterstützt Kartierungsprojekt
jk - Auch wenn es der führenden Elite Sarawak‘s überhaupt nicht passt: Karten spielen beim Erstreiten von Landrechten eine Schlüsselrolle, sowohl bei der Identifizierung der Territorialgrenzen als auch zur Untermauerung der Rechtmässigkeit der Ansprüche.

Einfache Karten der Art, wie sie der 1998 eingereichten Klage beigelegt war, fabrizierten die Penan bereits Anfang der 90er Jahre. Damals begannen Gerichte rund um die Welt auf Grundlage solcher Karten den indigenen Völker ihr Land zurückzugeben.

In der Folge kam die Kartierung der Penan-Territorien aber nur schleppend voran. Als im Mai 2001 das Hohe Gericht erstmals Karten als Beweise anerkannte, baten die Penan, dieses Projekt, gerade hinsichtlich der Klage der 4 Penandörfer.

Die Kartierung ist sowohl personell als auch finanziell ein aufwändiges Projekt. Neben der Schulung der Penan für die Feldarbeiten (ein Mix diverser Techniken) und Befragung der Gemeindemitglieder galt es auch, talwärts die notwendige Infrastruktur zu schaffen. Ein grösseres Büro wurde gemietet und temporäre Assistenten beigezogen, auch Hard- und Software mussten auf einen vernünftigen Stand gebracht und die Voraussetzungen für eine effiziente Kommunikation in Sarawak geschaffen werden. Praktisch sämtliche Arbeiten werden von den Penan in Eigenregie erledigt. Erfahrene Experten aus dem Ausland führen lediglich Workshops und Kontrollen durch. Die Resultate der Kartierungteams werden regelmässig von lokalen Rechtsanwälten sowie lokalen und internationalen Experten auf Stichhaltigkeit, Mängel oder Lücken geprüft, und die Schulungen entsprechend angepasst. Sämtliche beteiligten Parteien werden für ihre Leistungen entlöhnt. Daneben fallen vor allem die Gerichtskosten sowie die kostspielige lokale und internationale Reisen ins Gewicht. Auch die Kommunikation per Satellitentelephon ist teuer, hat sich aber gerade bei der Entwicklung rund um den Gerichtsfall als wertvoll erwiesen.

Gemeinsam mit dem von den Penan gewählten Vertreter hat der BMF Anfang 2002 ein Projekt ausgearbeitet, das die Kartierung von 16 Siedlungen im Quellgebiet des Baramflusses sowie 8 Nomadenterritorien umfasst. Das Projekt wurde auf 650'000 Franken veranschlagt, was die Möglichkeiten des BMF übersteigt. Glücklicherweise stiessen wir bei der vom Basler Galeristen Ernst Beyeler im November 2001 gegründeten Stiftung "KUNST FÜR DEN TROPENWALD" auf Gehör und reichten per Ende Juni 2002 einen formellen Antrag zur Finanzierung dieses Projektes ein. Das Gesamtprojekt ist in 9 Phasen unterteilt, wobei Phase 1 (laufender Gerichtsfall der 4 Siedlungen) bereits Anfang 2002 begann und mittlerweile abgeschlossen ist. Phase 2 und 3 haben die Kartierung von drei weiteren Siedlungen, respektive von zwei Nomadenterritorien zum Ziel. Für dieses Pilotprojekt (Phasen 1 - 3) haben wir - bei einem Eigenanteil von 26'000 Franken - insgesamt 150'000 Franken beantragt.

Obwohl die Stiftung "KUNST FÜR DEN TROPENWALD" weit mehr Gesuche erhielt als erwartet, entschied der Stiftungsrat im Oktober, das Projekt mit 120‘000 Franken zu unterstützen! Dieser Betrag ermöglicht, bei wenigen Abstrichen, die geplante Projektabwicklung, zumal das Beschreiten des Rechtsweges der Phasen 2/3 erst zu einem späteren Zeitpunkt ansteht.

Ausschlaggebend für die fortgesetzte Unterstützung (das gesamte Projekt soll Ende 2004 abgeschlossen sein) durch "KUNST FÜR DEN TROPENWALD" werden die Resultate des Pilotprojektes sein, was jährlich mehrere Reisen nach Sarawak notwendig macht.

Der Enthusiasmus der Penan, das Engagement der lokalen NGOs, die sich entwickelnde Kooperation unter den Dayak-Völkern sowie die Einschätzung der Rechtsanwälte und die jüngsten Gerichtsurteile sind aber positive Zeichen und stimmen zuversichtlich.

Der BMF bedankt sich im Namen der Penan und der ProjektpartnerInnen von Herzen bei Stiftungsgründer Ernst Beyeler und "KUNST FÜR DEN TROPENWALD"!